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Tarifvertrag & Zeitarbeit – wichtiges für Arbeitnehmer

Der Tarifvertrag für Zeitarbeit regelt im Detail das Arbeitsverhältnis zwischen Zeitarbeitsfirmen und seinen Mitarbeitern. Wir erklären, worauf Arbeitnehmer hierbei besonders achten sollten.

Tarifvertrag und Zeitarbeit: Hier gibt es einiges zu beachten.Zeitarbeit kann eine Win-win-Situation sein – wenn die Voraussetzungen stimmen. Der Tarifvertrag für Zeitarbeit legt dabei die Rahmenbedingungen fest und schafft Sicherheit. Dann können alle Beteiligten von den Vorzügen dieser besonderen und in Deutschland immer beliebter werdenden Beschäftigungsform profitieren.

Involviert sind hierbei die drei Parteien Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Unternehmen. Das funktioniert wie folgt:

  • Arbeitgeber
    Das ist hierbei die Zeitarbeitsfirma, die sich darauf spezialisiert hat, Mitarbeiter für einen begrenzten Zeitraum an Unternehmen zu vermitteln.

  • Arbeitnehmer
    Das sind die Arbeitskräfte, die an unterschiedliche Firmen verliehen werden. Ihr Arbeitgeber ist aber dennoch die Zeitarbeitsfirma – von ihr erhalten sie ihren Lohn.

  • Unternehmen
    Das jeweilige Unternehmen, das Bedarf hat, leiht sich über die Zeitarbeitsfirma einen Mitarbeiter. Mit der vermittelnden Firma handelt es alle vertraglichen Konditionen aus.

Natürlich muss auch dieses besondere Arbeitsverhältnis vertraglich geregelt werden. Häufig besteht hierbei die Annahme, dass Leiharbeiter aufgrund ihrer zeitlich begrenzten Tätigkeit auch lediglich einen “Zeitvertrag”, also einen befristeten Arbeitsvertrag erhalten. Dem ist in Wahrheit nicht so. In der Regel wird in der Branche der Zeitarbeit ein Tarifvertrag mit dem Arbeitnehmer abgeschlossen, der sich nicht nur am gesetzlich festgelegten Mindestlohn orientiert, sondern der zumeist auch unbefristet sein muss.

So viele Details wie möglich im Vertrag festhalten

Arbeitnehmer, die einen Vertrag mit einer Zeitarbeitsfirma abschließen, sollten einiges beachten, um in ein zufriedenstellendes Arbeitsverhältnis zu kommen.

  • Vertraglich gesehen schuldet der Arbeitnehmer seine Arbeitskraft der Zeitarbeitsfirma, weil er mit ihr den Vertrag abgeschlossen hat. Indem er an ein Unternehmen entliehen wird, ist er jedoch indirekt dort seine Arbeitskraft schuldig. Zudem ist der Entleiher gegenüber dem Mitarbeiter auf Zeit für einen festgelegten Zeitraum weisungsbefugt.

  • Auch als Angestellter einer Zeitarbeitsfirma kann man gesetzliche Ansprüche geltend machen. Dazu gehören Kranken-, Unfall-, Renten- und Arbeitslosenversicherung, ein gesetzlicher Kündigungsschutz, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie bezahlter Urlaub.

  • Im Vertrag sollten so viele Details wie möglich festgehalten werden. Nicht nur die Höhe des Lohnes, sondern auch der Termin der Gehaltszahlung, die Vergütung von Überstunden und mögliche Sonderzahlungen sollten hier schriftlich fixiert werden. Der Urlaubsanspruch ist hier ebenfalls zu benennen.

  • Vor allem für den Arbeitnehmer ist es von Vorteil, wenn über seinen Arbeitseinsatz im Vertrag viele Aspekte festgehalten werden. Da wären beispielsweise die Menge an Arbeitsstunden, der Einsatzort, das Tätigkeitsfeld oder mögliche Einschränkungen. Dann kann es nicht zu bösen Überraschungen kommen, weil der Mitarbeiter ganz anders eingesetzt wird, als eigentlich gewünscht.

Branchenzuschläge machen die Bezahlung fairer

Tarifverträge machen bei der Zeitarbeit z. B. Lohnvorgaben. Im Hinblick auf die Bezahlung müssen Leiharbeiter inzwischen ebenfalls keine Abstriche machen – auch wenn das oft angenommen wird. Hier ist die Zahlung der Mindestlöhne Pflicht und laut einer neuen Regelung von Mitte 2016 müssen Zeitarbeiter, wenn sie mindestens neun Monate in einem Unternehmen arbeiten, sogar das Gleiche verdienen wie die Stammbelegschaft. Allerdings gibt es hierzu auch Ausnahmen und Sonderregelungen. Arbeitnehmer sollten sich hierüber also gut informieren noch bevor sie den Vertrag bei einer Zeitarbeitsfirma unterschreiben.

Um auch gerade innerhalb der Zeitarbeitsbranche eine Lohngleichheit zu schaffen, wurde bereits vor einigen Jahren eine Tarifgleichheit in Angriff genommen. Hierbei wurden auch Branchenzuschläge für Zeitarbeit vereinbart und gesetzlich festgehalten. Seit 2013 bzw. 2014 gelten diese Zuschläge für folgende Branchen:

  • Textil- und Bekleidungsindustrie
  • Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie
  • Schienenverkehr und Eisenbahn
  • Papier, Pappe, Tapeten und Kunststoff verarbeitende Industrie
  • Kali- und Steinsalzbergbau

Der Tarifvertrag für Zeitarbeit folgt gesetzlichen Vorgaben

Zusätzlich zu dem Arbeitsvertrag, den die Zeitarbeitsfirma mit seinen Mitarbeitern abschließt, muss selbstverständlich auch die Zusammenarbeit zwischen der vermittelnden Firma und dem jeweiligen Unternehmen schriftlich fixiert werden. Dazu dient der Arbeitnehmerüberlassungsvertrag, durch den der Verleiher zur Arbeitnehmerüberlassung und der Entleiher zur vorher vereinbarten Überlassungsvergütung verpflichtet wird.

Als Grundlage dient das sogenannte Arbeitnehmerüberlassungsgesetz. Hierin sind die Details genau geregelt. Damit es überhaupt zu einer Arbeitnehmerüberlassung kommen kann, benötigt die Zeitarbeitsfirma eine behördliche Erlaubnis dazu. Diese Genehmigung muss bei der Bundesagentur für Arbeit schriftlich beantragt werden. Die Erlaubnis ist auf ein Jahr befristet und muss daher immer wieder erneuert werden. Der Arbeitnehmerüberlassungsvertrag regelt auch, dass der Verleiher vorleistungspflichtig ist. Das heißt, er stellt zunächst den Mitarbeiter zur Verfügung und erst danach muss der Entleiher die entsprechende Rechnung begleichen.

Wenn die Aufgabe, die der Leiharbeiter für das Unternehmen ausführen soll, besondere Anforderungen stellt, sollten diese im Vertrag fixiert werden. Wenn bestimmte Ausbildungs- oder Hochschulabschlüsse oder praktische Erfahrungen wünschenswert sind, die für die Ausübung des Berufs erforderlich oder sogar notwendig sind, sollte das schriftlich festgehalten werden. Das kann viel Ärger vermeiden.

Wichtig:
Der Vertrag bedarf zur Gültigkeit der schriftlichen Form und muss zudem von beiden Parteien unterschrieben werden.

Der Zeitarbeit eilt häufig ein schlechter Ruf voraus. Dabei ist das in den wenigsten Fällen gerechtfertigt. Natürlich gibt es schwarze Schafe – aber die sind in nahezu jeder Branche zu finden. Gerade der Abschluss eines ordentlichen Tarifvertrags sichert alle Parteien gut ab. Vor allem für Arbeitnehmer ist das ein wichtiger Aspekt.

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