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An den Steuerberater-Kosten sparen: So geht’s

Welche Steuerberater-Kosten kommen auf einen zu, wenn man einen solchen Dienstleister in Anspruch nimmt? Diese Frage will geklärt sein, bevor man einen Steuerberater beauftragt. Wir klären darüber auf, welche gesetzlichen Vorgaben es gibt, was variabel ist und welche Dinge man im Hinblick auf die Kosten gut beeinflussen kann.

Steuerberater-Kosten richten sich nach einer Gebührenverordnung. Die über 80.000 deutschen Steuerberater haben viel Spielraum bei der Berechnung ihrer Preise. Zwar gibt die komplexe Steuerberatergebührenverordnung (StBVV) Rahmengebühren vor, jedoch können die tatsächlich berechneten Preise von Steuerbüro zu Steuerbüro sowie auch je nach Auftrag stark variieren. Mit einigen Tipps und guter Vorbereitung lassen sich die Steuerberater-Kosten besser überblicken und sparen. Wir gehen der Frage nach, welche Faktoren die Steuerberater-Preise beeinflussen und geben hilfreiche Tipps zur Kostenoptimierung.

Diese Faktoren beeinflussen die Steuerberater-Kosten entscheidend

Grundsätzlich darf ein Steuerberater Kosten in Abhängigkeit der in Anspruch genommenen Leistung berechnen. Die Grundlage für diese Berechnung bildet die Steuerberatergebührenverordnung, welche die genaue Berechnung der Kosten sowie deren maximale Höhe regelt. Dies bedeutet also, dass zunächst die in Auftrag gegebene Leistung maßgeblich für die Höhe der Bezahlung ist.

Des Weiteren spielt der Aufwand eine große Rolle: Soll z. B. eine Steuererklärung erstellt werden, benötigt der Berater viele Dokumente und Belege. Sind diese übersichtlich geordnet und sortiert, können die Formulare recht schnell ausgefüllt werden. Fehlen jedoch wichtige Unterlagen oder muss der Steuerfachmann alle Belege zunächst selbst sortieren, muss er einen höheren Aufwand betreiben, was sich entsprechend negativ auf die Kosten auswirken kann.

Tipps zum Optimieren der Steuerberater-Kosten

Die zahlreichen Details der Steuerberatergebührenverordnung zu überblicken und zu verstehen, ist nicht leicht. Im ersten persönlichen Gespräch mit dem ausgewählten Steuerberater sollte daher ausführlicher auf dessen Preise eingegangen werden. Am besten erkundigt man sich bei dieser Gelegenheit auch danach, welche Arbeitsschritte man dem Experten ohne Schwierigkeiten abnehmen kann, denn das könnte die Steuerberater-Kosten reduzieren.

Das gilt sowohl für Privatpersonen als auch für Gewerbetreibende. Auch Existenzgründer sollten sich genauer danach erkundigen, welche Arbeiten sie dem Steuerberater abnehmen können. Wird beispielsweise eine GmbH gegründet, muss u. a. eine Gesellschafterliste vorgelegt werden, die problemlos von den Gründern selbst erstellt werden kann. Außerdem kann eine bereits bestehende Vertragsvorlage für den Gesellschaftervertrag genutzt werden, was wiederum zu einer Kostensenkung führen kann.

Grundsätzlich gilt, dass der Steuerberater umso mehr an seinem Kunden verdient, je größer der untersuchte Betrag, sprich der Gegenstandswert, ist.

Unser -Tipp für Sie:
Auch die Kosten für den Steuerberater selbst können zumindest teilweise steuerlich geltend gemacht werden, allerdings gilt dies nicht für Privatpersonen. Falls die Preise des Steuerberaters verdächtig hoch erscheinen, kann man diese kostenfrei von der zuständigen Steuerberaterkammer überprüfen lassen.

Steuerberater-Preise: Verschiedene Abrechnungsmethoden sind möglich

Die wichtigsten drei Berechnungsarten der gesetzlich geregelten Vergütung eines Steuerberaters sind Wertgebühren, Betragsrahmengebühren und Zeitgebühren. In den meisten Fällen berechnen sich die Kosten für den Steuerberater nach dem sogenannten Gegenstandswert. Hierbei handelt es sich um die Summe, welcher sich der Steuerberater annimmt; bei privaten Steuererklärungen z. B. entspricht diese dem Bruttojahreseinkommen.

Geht es z. B. nach Erhalt des Steuerbescheids um einen Einspruch beim Finanzamt wegen eines strittigen Steuerbetrags, entspricht wiederum dieser dem Gegenstandswert. In anderen Fällen werden einzelne Leistungen abgerechnet, z. B. das Ausfüllen des Mantelbogens der Steuererklärung. Eine dritte Variante ist die Abrechnung nach Zeiteinheit, etwa pro angefangener halber Stunde Beratungsgespräch.

Bei Überschreitung der Mittelgebühr – Begründung einfordern

Die Steuerberater-Kosten sind nicht einheitlich festgelegt. Für alle Abrechnungsmethoden und Leistungen gibt es Tabellen in der StBVV, die preisliche Rahmen für die Höhe der Steuerberater-Kosten vorgeben. Einem Gegenstandswert von 50.000 € entspricht in der ‘Landwirtschaftlichen Tabelle – Jahresumsatz’ der Gebührenordnung eine ‘volle Gebühr’ von 387 €; 10 - 60 % hiervon dürfen (in Zehn-Prozent-Schritten) für das Ausfüllen des Mantelbogens berechnet werden. Die Höhe des zulässigen Betragsrahmens hängt u. a. vom Schwierigkeitsgrad des Auftrags ab.

Bei Überschreitung der sogenannten Mittelgebühr, in diesem Fall 35 % (10 % + 60 % = 70 %; 70/2 = 35), hat der Mandant das Recht, eine Erklärung der Preise von seinem Steuerberater zu fordern. Es muss ein bestimmter Grund für die höheren Kosten vorliegen, z. B. ein erhöhter Arbeitsaufwand oder eine außerordentliche Komplikation. Für bestimmte Tätigkeiten wie Lohnbuchhaltung besteht die Möglichkeit, mit dem Steuerberater einen pauschalen Preis für die Abrechnung zu vereinbaren.

Bei Überschreitung der Mittelgebühr – Begründung einfordern

In der nachfolgenden Tabelle sind Beispiele für die volle Gebühr in Abhängigkeit vom Gegenstandswert aufgeführt, gemäß der Abrechnungstabelle A der StBVV, welche für die Gebührermittlungen beispielsweise bei Einkommenssteuererklärungen genutzt wird.

Gegenstandswert bis … Euro volle Gebühr (10/10) Euro
7.000–8.000 433
9.000 471
10.000 510
13.000 552
... ...
19.000 636
22.000 678
25.000 720
30.000 796
35.000 872
40.000 947
45.000 1.023
50.000 1.098

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