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08.11.2017

Neue Fortbildungspflicht für Immobilienmakler und -verwalter

Ein neues Gesetz soll regeln, dass Immobilienmakler und -verwalter künftig regelmäßig an Fortbildungen teilnehmen müssen. Auf welche Weise die Weiterbildungspflicht erfüllt wurde, muss den Behörden jährlich mitgeteilt werden. Kommt man dieser Mitteilungspflicht nicht nach, droht ein Bußgeld.

Welche Fortbildungen müssen Immobilienmakler künftig machen?

Am 1.8.2018 tritt das Gesetz zur Einführung einer Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter in Kraft, welches Ende Oktober im Bundesgesetzblatt verkündet wurde. Dadurch kommt auf Immobilienmakler, zusätzlich zur bereits bestehenden Zulassungspflicht, eine Fortbildungspflicht hinzu. WEG-Verwalter sowie Mietverwalter von Wohnraum – vom Gesetz als Wohnimmobilienverwalter zusammengefasst – benötigen künftig eine Berufserlaubnis. Voraussetzung für diese Erlaubnis ist, dass der Verwalter seine Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse sowie den Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung nachweisen kann. Wer bereits als Verwalter tätig ist, hat nach dem 1.8.2018 noch sechs Monate Zeit, die Erlaubnis zu beantragen.

In welchem Umfang müssen Immobilienmakler und
-verwalter an Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen?

Das neue Gesetz sieht vor, dass Makler und Mitarbeiter von WEG-Verwaltungen bzw. Mietverwaltungen, innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren 20 Stunden Weiterbildung absolvieren müssen. Wer sowohl als Immobilienmakler als auch als Verwalter tätig ist, muss in beiden Bereichen in vollem Umfang an Fortbildungen teilnehmen, also innerhalb eines Drei-Jahres-Zeitraums mindestens 40 Stunden in entsprechende Weiterbildung investieren.

Der Verordnungsentwurf sieht verschiedene Möglichkeiten zur Erfüllung der Fortbildungspflicht vor. Es werden sowohl Präsenzseminare als auch betriebsinterne Maßnahmen und Selbststudium z. B. in Form von E-Learnings im Verordnungstext aufgeführt. Es soll aber auch die Möglichkeit geben, die Weiterbildung “in einer anderen geeigneten Form” zu absolvieren.

In welcher Form findet die Weiterbildung der Immobilienmakler und -verwalter statt?

Bisher ist auch während der Elternzeit oder im Rahmen einer geringfügigen Tätigkeit, keine Befreiung von der Weiterbildungspflicht vorgesehen. Für diejenigen, die einen Ausbildungsabschluss als Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau oder einen Weiterbildungsabschluss als Geprüfter Immobilienfachwirt/Geprüfte Immobilienfachwirtin haben, soll die Fortbildungspflicht jedoch erst drei Jahre nach Aufnahme der Tätigkeit beginnen.

Neues Gesetz für Immobilienmakler und -verwalter

In der Anlage zur Verordnung werden auch die Themen, die in den Fortbildungen behandelt werden könnten, genauer erläutert. Immobilienverwalter sollten sich z. B. mit den Grundlagen der Immobilienwirtschaft, rechtlichen und kaufmännischen Grundlagen, der Verwaltung von Wohnungseigentums- und Mietobjekten, technischen Grundlagen der Immobilienverwaltung sowie dem Wettbewerbsrecht und dem Verbraucherschutz beschäftigen. Für Immobilienmakler sind die komplexe Kundenberatung, Grundlagen des Maklergeschäfts, rechtliche Grundlagen, das Wettbewerbsrecht, der Verbraucherschutz, Steuergrundlagen sowie Grundlagen der Finanzierung vorgesehen.

Wie genau wird die Weiterbildungspflicht überprüft?

Laut dem Gesetzesentwurf sollen alle zur Weiterbildung verpflichteten jeweils bis Ende Januar die zuständige Behörde darüber in Kenntnis setzen müssen, an welchen Weiterbildungsmaßnahmen sie im vergangenen Jahr teilgenommen haben. Wer im abgelaufenen Kalenderjahr an keiner Fortbildung teilgenommen hat, muss auch dies der Behörde mitteilen. Diese Mitteilungspflicht ist erstmals zum 31.1.2020 vorgesehen. Grundsätzlich muss zunächst nur eine Erklärung über die Teilnahme abgegeben werden. Teilnahmebestätigungen bzw. Zertifikate müssen nur nach Aufforderung nachgereicht werden. Ein Verstoß gegen diese Anzeigepflicht soll künftig als Ordnungswidrigkeit gelten und ein Bußgeld von bis zu 5.000 € nach sich ziehen.

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