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Zu wenig bezahlbarer Wohnraum
in deutschen Großstädten

In den deutschen Metropolen wird bezahlbarer Wohnraum immer mehr zur Mangelware.Vor allem für Bevölkerungsgruppen mit einem niedrigen oder mittleren Gehalt ist es schwierig, eine Wohnung in einer deutschen Großstadt zu finden. Dank der aktuellen Mietpreisentwicklung müssen sie meist deutlich mehr bezahlen, als dem Gehalt angemessen wäre oder sich doch für eine Wohnung außerhalb der Stadtgrenzen entscheiden.

Bezahlbarer Wohnraum ist in Großstädten Mangelware

Auch eine Studie des Prognos-Instituts bestätigt jetzt: Für einen Großteil der Bevölkerung wird Wohnen allmählich unbezahlbar. Denn etwa die Hälfte der Menschen in Deutschland, leben in Regionen mit akutem Wohnraummangel. Das bedeutet, dass freier, bezahlbarer Wohnraum quasi nicht vorhanden ist, wodurch die Mieten bei Neuvermietungen für Normalverdiener kaum erschwinglich sind.

Laut Daten des Prognos-Instituts sind 138 der 402 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland Zuzugsregionen, in denen insgesamt ungefähr 900.000 Wohnungseinheiten fehlen. Gründe dafür sind eine zu geringe Neubauquote, ein Trend zu Single- und Zweipersonen-Haushalten und der andauernde Zuzug in die Ballungsräume.

In Deutschland wird zu wenig gebaut

“In Deutschland wird zu wenig gebaut, und wenn gebaut wird, baut Reich für Reich im oberen Preissegment“, sagte der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Franz-Georg Rips. Der Tiefpunkt der Bautätigkeit in Deutschland wurde dank der Finanzkrise im Jahr 2010 erreicht. Damals wurden bundesweit nur 160.000 neue Wohnungen errichtet. In den vergangenen Jahren stieg die Bautätigkeit zwar wieder an, jedoch wurden 2016, trotz einem jährlichen Bedarf von 400.000 Wohneinheiten pro Jahr, nur 278.000 Einheiten fertiggestellt. Im Jahr 2015 waren es sogar nur 250.000. Problematisch ist auch, dass von den 250.000 gebauten Wohneinheiten nur 41.000 Mietwohnungen sind.

Die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage an bezahlbarem Wohnraum wächst weiter

Vor allem fehlt es an Sozialwohnungen. Um den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum für sozial schlechter gestellte Bevölkerungsgruppen zu decken, müssten jährlich mindestens 80.000 neue Sozialwohnungen gebaut werden. In den Jahren 2015 und 2016 wurden jedoch nur 40.000 soziale Wohneinheiten fertiggestellt.

Zu wenig bezahlbarer Wohnraum in Metropolen

Damit bezahlbarer Wohnraum auch für die Mittelschicht wieder zugänglich wird, würden, zusätzlich zu den benötigten Sozialwohnungen, in Deutschland jährlich mindestens 60.000 neue Mietwohnungen benötigt. Diese müssten zu Preisen angeboten werden, die mit ca. 35% des Einkommens eines Normalverdieners bezahlt werden könnten. Die aktuelle Mietpreisentwicklung zeigt jedoch ganz andere Preise. In weiten Teilen der Republik werden die als sozialverträglich angesehenen 35% längst überschritten.

Mehr bezahlbarer Wohnraum: Die Politik müsste helfen

Die Bemühungen der Politik gehen laut Deutschem Mieterbund nicht weit genug. Da nicht mehr genug bezahlbarer Wohnraum durch den Markt zur Verfügung gestellt wird, müsste die Politik hier finanzielle Anreize für Investoren schaffen. Eine Förderung des sozialen Wohnungsbaus könnte beispielsweise so aussehen, dass Neubauten für das untere Preissegment vor allem dann gefördert werden, wenn der Bauherr sich dazu verpflichtet, den Wohnraum langfristig zu sozialverträglichen Mietpreisen anzubieten.

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