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Einstiegsgeld beantragen: Das müssen Gründer wissen!

Das Einstiegsgeld erhalten nur Empfänger von ALG II. Die Arbeitslosigkeit ist für viele Menschen unangenehm. Wer dann in die Situation kommt, das Arbeitslosengeld II bzw. Hartz IV beantragen zu müssen, hat es oft besonders schwer. Viele Langzeitarbeitslose finden oft nur schwer den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt, sei es aufgrund der großen Konkurrenz, einer zu langen Arbeitspause oder wegen eines fortgeschrittenen Alters. Daher entscheiden sich einige auch für einen anderen Weg, und zwar für die Selbstständigkeit. In diesem Fall unterstützt das Jobcenter mit dem sogenannten Einstiegsgeld, welches zusätzlich zum Arbeitslosengeld II gezahlt wird. Wann das Einstiegsgeld gewährt wird, wie viel das ist und was bei der Beantragung zu beachten ist, haben wir hier zusammengefasst.

Wer hat Anspruch auf das Einstiegsgeld?

Wer sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig machen will, kann das Einstiegsgeld beim jeweils zuständigen Jobcenter beantragen. Doch was ist das Einstiegsgeld eigentlich genau? Hierbei handelt es sich um einen Zuschuss, welcher u. a. dann gewährt werden kann, wenn Arbeitslose eine selbstständige Tätigkeit aufnehmen, um diese hauptberuflich auszuüben. Doch arbeitslos ist in Deutschland nicht gleich arbeitslos, demnach kann das Einstiegsgeld nur von Personen beantragt werden, die das Arbeitslosengeld II, auch bekannt als Hartz IV, beziehen. Wer hingegen Empfänger von Arbeitslosengeld I ist und eine Existenzgründung beabsichtigt, hat wiederum Anspruch auf den sogenannten Gründungszuschuss. Es kann also grundsätzlich jeder ALG-II-Empfänger das Einstiegsgeld beantragen, dennoch liegt die Gewährung im Ermessensspielraum des jeweils zuständigen Sachbearbeiters des Jobcenters. Das bedeutet auch, dass auf diese Förderung kein Rechtsanspruch besteht, weshalb man gut vorbereitet zur Antragstellung erscheinen sollte.

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Bezugsdauer und Höhe des Einstiegsgeldes

Die maximale Bezugsdauer des Einstiegsgeldes beträgt 24 Monate. Grundsätzlich kann die Förderung zunächst für 12 Monate gewährt werden. Auf Antrag kann der Zuschuss maximal 12 weitere Monate gezahlt werden. Der Anspruch auf das Einstiegsgeld erlischt jedoch nicht, sobald der Empfänger nicht mehr als hilfsbedürftig eingestuft wird, sondern wird in aller Regel noch bis zum Ende des Bewilligungszeitraums geleistet. In welcher Höhe diese Förderung gewährt wird, lässt sich aber schwer sagen, denn in puncto Einstiegsgeld hängt die Höhe des Zuschusses von mehreren Faktoren ab. Der Grundbetrag wird zunächst auf Basis des jeweiligen monatlichen Regelbedarfs errechnet. Ergänzend dazu können weitere Beträge gewährt werden, welche außerdem die Dauer der bisherigen Arbeitslosigkeit sowie die Größe des Haushaltes berücksichtigen.

Nicht nur die Bewilligung des Einstiegsgeldes liegt im Ermessen des jeweils zuständigen Sachbearbeiters, sondern auch die Höhe der eventuell bewilligten Förderung. Die Grundlage für die Entscheidung liefert die sogenannte Einstiegsgeld-Verordnung zu § 16b SGB II.

Wichtig: Das Einstiegsgeld gehört nicht zum steuerpflichtigen Einkommen und muss daher nicht versteuert werden. Des Weiteren müssen Gründer, die sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig machen, keine eigenen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungen abschließen, denn für diese besteht während der Bezugsdauer von Einstiegsgeld weiterhin Sozialversicherungsschutz.

Darauf ist beim Antrag für das Einstiegsgeld zu achten

Da das Einstiegsgeld nur auf Antrag gewährt werden kann, müssen Interessenten die entsprechenden Formulare bei ihrem persönlichen Ansprechpartner im Jobcenter abholen. Neben dieser Formulare ist zudem ein vollständiger Businessplan notwendig, zu dessen Inhalten u. a. folgende Unterlagen zählen müssen:

  • Kurzbeschreibung der Geschäftsidee
  • Finanzierungsplan
  • Umsatz- und Rentabilitätsvorschau
  • Chancen-Risiken-Analyse
  • Lebenslauf, relevante Zeugnisse

Die Erstellung eines Businessplans sollte nicht unterschätzt werden, denn es ist ein wichtiges Dokument sowohl für potenzielle Geldgeber als auch für den Gründer selbst. Aus diesem sollten insbesondere die Erfolgsaussichten des Gründungsvorhabens hervorgehen, die maßgeblich für die Bewilligung des Einstiegsgeldes sind. Um ganz sicherzugehen, dass der Businessplan für den Antrag auf Einstiegsgeld vollständig und realistisch ist, können sich Gründer an eine fachkundige Stelle wenden, z. B. an einen Steuerberater für Existenzgründer. Achtung: Wird beim Businessplan gepatzt oder es werden unvollständige Unterlagen eingereicht, kann dies den Antragsteller schlimmstenfalls das Einstiegsgeld kosten.

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