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Befristeter Arbeitsvertrag – wann die Kündigung auch hier möglich ist

Nicht jeder befristeter Arbeitsvertrag kann per Kündigung beendet werden. Ein befristeter Arbeitsvertrag regelt ein Arbeitsverhältnis, das im Vorhinein für eine bestimmte Zeit geschlossen wurde. Mit den rechtlichen Formalitäten geht auch die Frage einher, ob ein befristeter Arbeitsvertrag durch Kündigung zu beenden ist. Schließlich läuft ein befristeter Arbeitsvertrag ohnehin aus und muss nicht gekündigt werden, damit das Arbeitsverhältnis zum vereinbarten Zeitpunkt endet. Wie steht das Arbeitsrecht also zur Kündigung befristeter Arbeitsverträge?

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Kann man einen befristeten Arbeitsvertrag kündigen?

Im Falle eines befristeten Arbeitsvertrages sieht das Gesetz keine Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung vor. Lediglich eine außerordentliche Kündigung bei Vorliegen einer schwerwiegenden Vertragsverletzung kann vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer ausgesprochen werden. Ansonsten können beide Vertragspartner einen befristeten Arbeitsvertrag nicht kündigen.

Anders verhält es sich, wenn in einem befristeten Arbeitvertrag explizit eine Kündigung vorgesehen ist. Auch Tarifverträge können eine solche Regelung treffen und ordentliche Kündigungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer vorsehen. Das heißt wiederum auch, dass in einem solchen Fall der Kündigungsschutz nach der üblichen Wartezeit von 6 Monaten greift. Der Arbeitgeber muss bei einer ordentlichen Kündigung dann Gründe im Sinne einer personenbedingten, verhaltensbedingten oder betrieblichen Kündigung vorbringen.

Unabhängig davon, ob in einem befristeten Arbeitsverhältnis eine Kündigung durch vertragliche Vereinbarungen geregelt ist, gilt trotzdem der besondere Kündigungsschutz für bestimmte Arbeitnehmergruppen wie etwa Schwerbehinderte, Schwangere und Arbeitnehmer in Elternzeit. Problematisch wird es allerdings, wenn der befristete Arbeitsvertrag während einer Schwangerschaft, dem Mutterschutz oder der Elternzeit ausläuft, denn das ist laut Arbeitsrecht erlaubt. Lediglich die Möglichkeit einer Entfristungsklage ist dann denkbar, wenn die Befristung an sich juristisch anfechtbar ist. Ein Anwalt für Arbeitsrecht berät betroffene Arbeitnehmer zu dieser Option.

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Die Kündigungsfrist beim befristeten Arbeitsvertrag

Wenn der Arbeits- oder Tarifvertrag eine Kündigung des befristeten Arbeitsvertrags ermöglicht, kann diese Frist entweder explizit durch den Vertrag geregelt werden oder es kann auf die gesetzliche Kündigungsfrist verwiesen werden. Diese beträgt in der Probezeit 2 Wochen und nach der Probezeit 4 Wochen zum 15. eines Monats oder zum Monatsende.

Grundsätzlich sieht das Arbeitsrecht eine Befristung nur wegen eines zwingenden Sachgrundes wie etwa der notwendigen Vertretung eines anderen Arbeitnehmers vor. Außerdem gibt es weitere Ausnahmen z. B. für neugegründete Unternehmen. Jedoch sind befristete Arbeitsverträge von Gesetz her nur eingeschränkt möglich, und unter bestimmten Umständen können sie mittels einer Entfristungsklage in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis umgewandelt werden.

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